Herzlich Willkommen beim SV Fronhofen e.V.
Herzlich Willkommen beim SV Fronhofen e.V. 

Vereins-Chronik des SV Fronhofen

(Stand Februar 2017)

 

Einleitung

 

Die Entwicklung eines Vereins ist ähnlich wie beim Menschen. Es gibt Erfolge und Rückschläge, Höhen und Tiefen. Nur „altern“ und „sterben“ kann er nicht, solange er immer wieder durch neue „Zellen“, sprich Mitgliedern, aufgefrischt wird, welche die Geselligkeit gleichgesinnter Menschen suchen und solange es Betreuer gibt, denen es nicht egal ist, was sich in einer Gemeinde tut und die ihre Freizeit opfern, um der Jugend bei dem großen anderweitigen und nicht immer empfehlenswerten Angebot eine sinnvolle und erzieherische Freizeitgestaltung zu bieten. So ist auch die folgende Vereinschronik ein kleiner Lebenslauf, der, so hoffen wir, noch lange nicht abgeschlossen ist.

1955 wurde der Verein durch eine kleine Gruppe von Fronhofener Fussballbegeisterter im Gasthof „zur Burg“ im Volksmund „Becka“ genannt, gegründet. Als erster Vorstand wurde Franz Jehle Fronhofen, als Stellvertreter Josef Frey gewählt. Der Verein begann mit einer Mannschaft, deren Spieler sich bisher teilweise bei auswärtigen Vereinen betätigt hatte. Der Platz, genannt das „Saubachstadion“ stellte uns Josef Wetzel, Ergetsweiler, zur Verfügung. Die Gemeinde erklärte sich bereit, die an sich unbedeutende Platzpacht zu übernehmen. Das erste Spiel fand bei strömenden Regen statt und wurde glatt mit 1:4 verloren. Es dauerte einige Zeit, bis der erste Sieg gegen Oberteuringen mit 2:0 errungen wurde. Beide Tore schoss der spätere Vorstand Josef Bauhofer.

Die Spieler der Gründungsmannschaft sind auf den Bild 1 zu erkennen.

Bemerkenswert für diese Elf war, dass ihr sechs Spieler namens Deutelmoser angehörten, was die Schiedsrichter manchmal vor Probleme stellte. Auch in den folgende Jahre bis in die heutige Zeit spielt dieser Name in unserem Kader eine wesentliche Rolle.

In der zweiten Saison „gelang“ dieser Truppe das seltene Kunststück, keinen einzigen Pluspunkt zu erringen. Es spricht für die Sportlichkeit dieser Spieler, dass in diesem Jahr trotzdem der Fairnesspreis errungen wurde. Bei allem Erfolgsstreben hatte Spielfreude und sportlicher Anstand gegenüber Gegner und Schiedsrichten den Vorrang.

Vom Saubachstadion über das Waldstadion bis hin ins Häldelestadion

Im Vereinsgefüge gab es einige Veränderungen. Das Steuer des Vereins ging  wenige Jahre später an Josef Frey, der das Amt bis 1970 innehatte. Auch der Spielbetrieb musste im dritten Jahr vom „Saubachstadion“ ins „Waldstadion“ (beim Häldele) verlegt werden. Das neue Spielfeld wurde uns großzügiger Weise von Anton Deutelmoser sen. Angeboten.

Allmählich erholte sich der Verein von seinen Anfangsschwierigkeiten. Junge Spieler stießen zu dem Verein. Eine sprichwörtliche gute Kameradschaft bewog auch auswärtige Aktive, dem Verein beizutreten. Die spielerische Leistung verbesserte sich ständig und fand ihre Krönung im Aufstieg von der C-Klasse in die B-Klasse im Jahre 1964.

 

Auch in der raueren Luft der höheren Spielklasse behauptete sich die Mannschaft zunächst hervorragend. Allmählich machte sich jedoch die Vernachlässigung der Jugendarbeit bemerkbar. Der Spielerkader würde älter, der Nachwuchs fehlte. So war der Abstieg in die C-Klasse für das Jahr 1967 vorprogrammiert. Die Vereinsführung zog die Konsequenzen aus dieser Misere und gründete 1968 eine Jugendabteilung. Vorläufig wurde eine B-Jugend aufgestellt, aus der sich bald eine erfolgreiche A-Jugend entwickelte. Das vielversprechende Team wurde 1970 Meister. Die hieraus hervorgehenden Spieler verhalfen 1972 der 1.Mannschaft zum Wiederaufstieg in die B-Klasse Bodensee, der heutigen Kreisliga A. Zunächst gab es auch hier Schwierigkeiten, sich zu akklimatisieren. Trotz guter spielerischer Talente musste bis 1978 jedes Jahr um den Klassenerhalt gekämpft werden. Zunehmende Routine und gutes Training führten 1979 aus dem Abstiegsstrudel auf den beachtlichen 4.Platz der Tabelle.

Das Spieljahr 1979/80 war das bis dato erfolgreichste für den Verein. Die 1.Mannschaft war gleich zu Beginn auf Meisterschaftskurs. 8:0 Punkte führten in die angestrebte Richtung. Dann kam aber durch Verletzungen ein Einbruch, der bis in das obere Mittelfeld zurückführte. In der Rückrunde begann eine spannende Aufholjagd, die bei nur einem verlorenen Spiel zu Beginn der Runde nicht erwartete Vizemeisterschaft der Kreisliga A führte.

Ein erfolgreiches Jahr hatte auch die Reserve-Mannschaft. Nach am vorletzten Spieltag hatte die Truppe die Tabellenführung inne. In Eriskirch wurde gegen den schärfsten Konkurrenten verloren. Die Vizemeisterschaft, das beste Ergebnis seit Bestehen der Mannschaft, war der jungen, erfolgsversprechenden Equipe mit seiner ausgeprägt gute Kameradschaft aber nicht mehr zu nehmen.

 

Die 80er und 90er Jahre

 

Für die Jahre 1980 – 1996 sind wir noch auf der Suche nach entsprechenden Texten, wenn Sie/Du uns hier weiter helfen kannst einfach melden, wir sind über jede Hilfe dankbar.

 

Zu Beginn der Saison 1996/97 standen große Veränderungen bei den aktiven an. Die Veränderung war nicht auf dem Spielfeld, wie viele vermuten würden, sondern auf der Trainerbank. Nach 4 Jahren entschied sich die Vorstandschaft mit Vorstand Uli Dressel und „Abtei“ Uli Köberle die Zusammenarbeit mit Ewald Fasnacht zu beenden und in Zukunft mit einem Spielertrainer neue Impulse zu setzen. Den beiden ist es gelungen, Gerhard Schmitz vom Oberligisten FC Wangen zum SVF zu lotsen. Vom Vorteil ist, dass Gere Schmitz mit der Tochter unseres ehemaligen Vorstands Josef Bauhofer, Uschi verheiratet ist und gerade dabei war in Ergetsweiler ein Haus zu bauen. Die Veränderungen waren enorm. Die Trainingsumfänge wurden verdoppelt. In der Vorbereitung wurde die Laufstrecke um die „Dicke Eiche“ herum mehrmals erkundet. Begriffe wie „zack du“ „mehr“, „man du“ oder „herkulaner“ hielten Einzug in Fronhofen. Auch sportlich ging es Bergauf. Nach dem man in der Saison 95/96 erst kurz vor Saisonende den Klassenerhalt in der Kreisliga A1 schaffen konnte gelang in der Saison 96/97 der 3. Tabellenplatz. In der darauffolgenden Saison gelang der Mannschaft die Vizemeisterschaft. Zu Beginn der Saison 98/99 wurde das Ziel Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksliga als Ziel ausgegeben. Mit Norbert Ott (SV Ankenreute) und Martin Bertel (SV Oberteuringen, SV Horgenzell) kamen 2 tolle Spieler zum SVF, die beide für den SVF ein großer Glücksgriff sein sollten. Während der gesamten Saison kämpfte neben unseren SVF auch der SV Haisterkirch um die Tabellenspitze. Der letzte Spieltag der Saison, es war der 05.06.99, sollte einer der historischen Tage in der SVF-Geschichte werden. Mit 15 Toren und 2 Punkte Vorsprung ging unser SVF in die letzten 90 Minuten + „x“ in die Saison. Das Feld war bereit, 650 Zuschauer, ein kleines Zelt, die Musikkapelle war anwesend, Sonnenschein pur und alle waren auf Meisterschaft und Aufstieg gestimmt. Der letzte Gegner in der Saison war der TSV Berg. Das Spiel blieb ereignisarm. Nach gut einer Stunde dann der große Schock für den SVF. 1:0 für den TSV Berg. Da im Parallelspiel der SV Weissenau gegen unseren Konkurrenten SV Haisterkirch keine große Gegenwehr zeigte, das Spiel ging am Ende 9:1 aus, war plötzlich der SVH zwischenzeitlich Tabellenführer. Der SVF zeigte sich leicht geschockt, Torhüter Reinhold Bloching konnte mit einer spektakulären Rettungstat das 0:2 und den damit verbundenen KO verhindern. Die letzten 10 Minuten glichen einem wahren Sturmlauf des SVF. Angriff auf Angriff, doch das Runde wollte nicht ins berühmte Eckige. In Haisterkirch ist das Spiel längst aus, man hörte das schon diverse Sektflaschen geköpft wurden, bis die Uhr 18:47 anzeigte. Es war die 94. Spielminute im Fronhofener Häldelestadion. Letzte Chance, letzter Eckball. Diese Minute war der Startschuss für eine Meisterfeier die erst am darauffolgenden Nachmittag enden sollte. Eckball, Daniel Hörner kommt mit der rechten Fußspitze gerade so an den Ball und der Rest war ein unbeschreiblicher Jubel. Das Spiel konnte gar nicht mehr angepfiffen werden, weil zahlreiche SVF Anhänger das Spielfeld stürmten. Der Musikverein packte kurzentschlossen die bereits verstauten Musikinstrumente wieder aus und Spielte zur Wimpel Übergabe, die durch den Staffelleiter Josef Baur durchgeführt wurde, groß auf. Das diese Saison einer, wenn nicht sogar die erfolgreichste Saison bis dato war zeigt die Tatsache, dass auch unsere 2. Mannschaft die Tabelle an der Spitze abschließen konnte. Der Spruch auf den Meister T-Shirts „Kreisliga A – und Tschüss“ sollte für viele Jahren bestand haben.

Wiederaufstieg in die Bezirksliga Bodensee 1999 bis Heute

Saison 1999/2000 2. Platz hinter SV Oberzell, Punkte hätten die letzten 10 Jahren immer zur Meisterschaft gereicht.

 

Schussenpokalsieg 2001

Saison 2004/2005 2. Platz Relegation 2005 1. Runde in Stetten gegen Rangendingen 2:0 – 950 Zuschauer, 2. Runde in Ochsenhausen gegen Biberach 2:1 – 2200 Zuschauer, 3. Runde in Ehingen gegen FC Schmiechtal 0:2 – 1600 Zuschauer

Saison 2005/2006 2. Platz Relegation beim TSB Ravensburg gegen SC Schöneburg 1:2, Bezirkspokalsieger 2006 im Finale in Baienfurt gegen den SV Vogt

Das Highlight der Vorbereitung zur Bezirksligasaison 2006/2007 war mit Sicherheit die 1. Runde des WfV Pokals, für die wir durch den Gewinn des Bezirkspokals qualifiziert waren. Die Losfee meinte es sehr gut mit uns. Am 05. August 2006 reiste der SSV Ulm 1846 zu einem Pflichtspiel ins Fronhofener Häldelestadion. Die Ulmer Spatzen, Trainiert vom späteren Bundesligatrainer Markus Sorg spielte 6 Jahre nach dem Höhenflug in der Bundesliga in Fronhofen. Mit an Bord der Ulmer waren die einstigen Bundesligaspieler des SSV Janusz Gora und Goalie Holger Betz. Das am Ende ein 6:0 für Ulm in der Ergebnisliste stand tat an diesem Abend keinen Stimmungsabbruch. Ein toller Tag für alle Beteiligten.

 

Saison 2006/2007 7. Platz

Saison 2007/2008 Neuer Trainer Gerhard Grünhagel – 4. Platz

Saison 2008/2009 Rücktritt Trainer Grünhagel im Okt. 2008, Übernahme des Traineramts von Bernd und Arno Deutelmoser, Abstieg am 24.05.09 nach der Niederlage in Leutkirch

Saison 2009/2010 1. Saison Pluto – 2. Platz Relegation 3:0 in Neuravensburg gegen TSV Schlachters, 3:1 gegen TSV Ratzenried in Wolfegg, 3. Spiel am 19.06.2010 in Weissenau gegen VfB Friedrichshafen II mit 2:1

Saison 2010/2011 5. Platz

Saison 2011/2012 4. Platz

Saison 2012/2013 9. Platz

 

Die „Ära“ Reinhold Bloching zeichnete sich auch aus mit etwas was für Amateurvereine eigentlich unmöglichen. Dank der großartigen Unterstützung von Sponsoren, u.a. der Firma Baum Blitzenreute und die Bereitschaft der Spieler einen Eigenanteil selbst beizusteuern gelang es dem SVF 4 Jahre in Folge ein einwöchiges Wintertrainingslager in der Türkei zu Organisieren und dies nicht nur für Spieler der 1. Mannschaft, sondern auch für Spieler der 2. Mannschaft. So waren immer 35 bis 40 Personen mit in der Türkei. Unter professionellen Bedingungen konnte sich die Mannschaften auf die jeweilige Rückrunde vorbereiten. Bei 2 Trainingseinheiten täglich konnte der Feinschliff geholt werden. Tolle Geschichte, die jedes Jahr auf das neue große Begeisterung im und um den Verein ausgelöst hat.

Zur Saison 2013/2014 wurde Peter Rebholz aus Bad Schussenried neuer Trainer des SV Fronhofen. Sein Engagement stand von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen, da zu Saisonbeginn mehrere Spieler den Verein verließen um in der Landesliga bzw. in der Verbandsliga ihr Glück zu suchen. Diese Schwierigkeiten  konnten die ganze Saisonüber nicht aufgefangen werden und so musste man am Ende über die Relegation durch eine Niederlage gegen den SV Maierhöfen wieder den Gang in die Kreisliga A antreten. Durch den Abstieg verließen 2 weitere Leistungsträger den Verein uns so landete man am Ende der Saison im Niemandsland der Tabelle. Zur Saison 2014/2015 gelang es den Vereinsverantwortlichen Gerhard Schmitz wieder nach Fronhofen zu lotsen.

 

 

Damenfussball in Fronhofen, gegründet im Jahre 1971

Ins Leben gerufen wurde die Damenmannschaft im Krämerladen bei Frau Irmgard Flur, wo sich junge Mädchen für den Damenfussball begeisterten. Mit nur 4 Trainingsstunden unter Herrn Brechtel bestritt man am Pfingstmontag 1971 das erste Wettkampfspiel gegen die Damen des SV Gaisbeuren, das vor zahlreichen Zuschauern mit 2:9 verloren ging. Die ersten Torschützen waren Paula Oelhaf und Agnes Heiserer. Mit Frau Angelika Lupberger als Betreuerin und Hubert Leser als Trainer, konnte man dann offiziell am Damenfussballbetreib teilnehmen. Schon das erste Spieljahr brachte den Fronhofener Damen den größten Erfolg, als sie im Endspiel um die Bezirksmeisterschaft dem SV Gaisbeuren mit 0:4 unterlagen und so den Vizemeister 1972 stellten.

Durch mehrere Werbe- und Pokalspiele wurde die Mannschaft um Hubert Leser eine gern gesehene Truppe im oberschwäbischen Raum. Im Jahre 1976 kam die bis dahin bitterste Stunde für die Damen aus Fronhofen. Durch Einteilung in Leistungsstaffeln im Bezirk Bodensee, wurde der SV Fronhofen wegen einem Minus Tor in die Kreisstaffel eingestuft. Mit dem Spieljahr 1977 konnte man Berthold Deutelmoser als Trainer gewinnen. Er gab der Mannschaft neue Impulse, so konnte gleich der 2. Tabellenplatz in der Kreisklasse erzielt werden. Im Spieljahr 1978/79 erreichte man wieder den undankbaren 2.Platz. Der große Erfolg stellte sich dann aber im Jahr 1979/80 ein. Überlegen wurde die Meisterschaft in der Kreisstaffel errungen. Mit einem Punktverhältnis von 22:2 und einem Torverhältnis von 42:1 steigen die Fronhofener Damen direkt in die Bezirksstaffel auf. 1978 gründet man eine Mädchenmannschaft, die unter der Führung von Frau Maria-Luise Bloching schon schöne Erfolge erzielte. Diese jungen, begabten Mädchen gaben für die Zukunft zu berechtigter Hoffnung Anlass, die in der Vergangenheit erzielten beachtlichen Erfolge fortzuführen.

Nicht nur im Kampf um Punkte und die Meisterschaft waren die Damen des Sportvereins Fronhofen erfolgreich. Auch international sind unsere Fussballerinnen ungewöhnlich aktiv. Bereits im Jahre 1975 wurde in Bad Ragaz / Schweiz ein Freundschaftsspiel ausgetragen. Im darauffolgenden Jahr konnte zum ersten Mal Kontakte mit der holländischen Mannschaft KFC Koog aan de Zaan in Ostrach geknüpft werden. Diese freundschaftliche Verbindung wurde durch einen Besuch der holländischen Gäste 1979 in Fronhofen vertieft. In diesem Jahr sind dann unsere Damen vom holländischen Verein zu einem Gegenbesuch eingeladen worden. Für die Spielerinnen, Betreuer und Anhänger der Damenmannschaft wurde diese 4-tägige Reise zu einem schönen Erlebnis. Im Jahre 1979 wurde außerdem ein Freundschaftsspiel gegen die California Dreamers aus Kalifornien USA im Stadion in Weingarten ausgetragen.

Diese freundschaftliche Verbindung und die erzielten Erfolge zeigten, dass sich unsere Damenfussballmannschaft mit ihrem damaligen Manager H.Laser und den Trainern B.Deutelmoser und Frau M.Bloching zu einer sehr aktiven Gruppe in unseren Verein entwickelt und etabliert hat.

Da es im Bereich des Frauenfußballs damals noch keine Jugendmannschaften gab, fehlte es uns, wie in anderen Vereinen auch, bald an Nachwuchs-Spielerinnen. Mitte der 80er Jahre musste deshalb schweren Herzens die Frauenmannschaft wg. Spielermangels vom Spielbetrieb abgemeldet werden.

Jedoch bereits im Jahre 1990 konnte die Tradition des Frauenfußballs in Fronhofen fortgesetzt werden. Unter der Regie von Reinhold Kühny und Maria-Luise Bloching wurde ab der Saison 1991/92 wieder eine Frauenfußballmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet. Die neuerliche Gründungsversammlung fand am 27.05.1991 im Gasthaus zur Traube (Hundshaus) statt. Da strenge Regularien zur Neugründung vorlagen, sprich es bedurfte einer Anzahl von 18 Spielerinnen welche auf dem formellen Meldebogen aufgezeichnet werden mussten, vermerkte man eine Gaststätten-Tochter sowie eine anwesende junge Bedienung zum Erreichen der benötigten Spielerinnenanzahl. Für die sportliche Ausrüstung der Mannschaft konnte Roland Bauhofer (Auto Bauhofer Fronhofen) gewonnen werden. Er organisierte Anfang der 90er Jahre dann auch die bis dato legendären Ausflüge an den ungarischen Plattensee (Hello Resigäsch). Wie bei der erstmaligen Gründung im Jahre 1971 ging auch 20 Jahre später das erste Spiel verloren. Gegen den SV Immenried hieß es nach 90 gespielten Minuten 3:4, in die Torschützenliste trugen sich ein, 2x Regine Steinhauser und 1xUte Aust.

Diese Mannschaft konnte dann bereits in der folgenden Saison 1992/93 die Meisterschaft in der Kreisklasse und damit den Aufstieg in die Bezirksklasse erringen, kurioser weise gelang dies mit dem minimallsten Vorsprung den es geben kann und das noch gegen Immenried. Beide Teams waren Punktgleich, der SVF hatte das um ein Tor bessere Torverhältnis. Als einer der Höhepunkte für die damals eingesetzten Spielerinnen war sicherlich die Begegnung gegen den damaligen Drittligisten SV Oberteuringen welches durch die guten Verbindungen der beiden Trainer, Reinhold Kühny und Volker Stahn, zustande kam. Doch in den Folgejahren herrschte zu dieser Zeit meist "fussballerische Tristesse". Nach 2 Jahren Bezirksliga musste man nach der Saison 1994/95 den Abstieg in die Kreisstaffel hinnehmen.

Ab der Saison 1995/96 übernahm Michael Golle das Traineramt, und anschließend für die Saison 1998/99 Pit Maywald. Trotz größtem Bemühen beider Trainer agierte die Mannschaft weiterhin glücklos und ohne spielerischen Glanz. So richtig Freude kam erst wieder in der Saison 1999/2000 auf. Unter Trainer Bernhard Möhrle wurden die Frauen des SV Fronhofen mit zwölf Siegen, einer Niederlage und einem Unentschieden, einem traumhaften Torverhältnis von 54:10 Toren überlegen Meister der Kreisliga
Damit stiegen Sie wie die Phönix aus der Asche auf in die Bezirksliga und spielten sich furios zurück in die Herzen der Fronhofener Fans....! Wie entscheiden zu dieser enormen Steigerung auch die jahrelange, ganz hervorragende Jugendarbeit von Reinhold Kühny beigetragen hat, mag man daran sehen, dass von dieser Mannschaft zehn Spielerinnen zwischen 17 und 21 Jahre alt waren...! In der Saison 2000/2001 knüpfte die Frauenmannschaft
unter den Trainern Uli Dressel (Vorrunde) und Reinhold Kühny (Rückrunde) nahtlos an die guten Leistungen der Vorsaison an und belege schließlich einen guten 3. Platz. Leider konnten die intensiven Bemühungen im Jugendbereich und speziell im Mädchenfussball
nicht verhindern, dass für die Saison 2002/2003 wieder einmal zu wenig Spielerinnen zur Verfügung standen. So mussten 2 der 3 Mannschaften (Frauenmannschaft und Mädchen B) vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Doch nicht lange....

Bereits in der Saison 2003/2004 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Unter dem alten und neuen Trainer Reinhold Kühny stellte sich auch schnell wieder der sportlichen Erfolg ein. Ab der Saison 2004/2005 übernahm Arno Deutelmoser das Ruder. Der „Herzblut-Fussballer“ hauchte der Mannschaft neues Leben ein und erfand, den „Teamspirit“. Trotz aufwendiger Auswärtsfahrten, es ging aus dem beschaulichen Bezirk Bodensee raus in die Bezirke Donau und Riss, erreichte die Mannschaft stets vordere Plätze, wobei der Sprung an den Platz an der Sonne mehrmals knapp verpasst wurde.

Zur Saison 2006/2007 gewann man Florian Thoma als neuen Trainer, der zunächst von Uli Kees und später von Stefan Leyh unterstützt wurde. Man rückte immer näher an die Tabellenspitze heran. Da in diesen Jahren auch die Spielerinnen der älteren Jahrgangsgruppe bei den Frauen ihr sportliches Zuhause fanden, gibt es daher zurzeit keinen personellen Mangel an Spielerinnen. Der große Wurf, sprich die Meisterschaft und der damit lang ersehnte Aufstieg in die mittlerweile gegründete Regionenliga gelang unseren Frauen in der Saison 2010/2011. Neu an der Seitenlinie sind Andreas Keller und Siegfried Frank. In 14 Saisonspielen gelangen der Mannschaft 13 Siege und ein Unentschieden bei einem Torverhältnis von 50:10!

Man darf gespannt sein wie sich die Mannschaft in der neuen Liga präsentiert.

 

Jugend

 

Ein Verein ohne Machwuchs und entsprechende Betreuung der Jugendlichen kann auf die Dauer nicht überleben. Dies hat auch der Sportverein Fronhofen im Laufe der Zeit erkannt. Im Jahre 1968 wurde erstmals eine B-Jugend für den Spielbetrieb angemeldet. Am Aufbau hatte Lehrer Fischer, der damals an der hiesigen Schule unterrichtete, einen wesentlichen Anteil. Herr Fischer war auch der erste Betreuer dieser Jugendmannschaft. Bald darauf wurde auch eine A-Jugendmannschaft ins Leben gerufen, die schon 1970 Meister in ihrer Klasse wurde. Eine neugegründete C-Jugend musste leider wieder aufgegeben werden, da es in dieser Altersgruppe an Nachwuchs mangelte.

Wir sollten nicht unerwähnt lassen, dass so gut wie alle Spieler unser 1. Und 2. Mannschaft früher, wie auch heute aus unserer eigenen Jugend hervorgegangen sind.

An dieser Stelle möchten wir den Gründer unserer Jugendabteilung für ihre uneigennützige Arbeit danken, dies waren: Lehrer Fischer, H.Deutelmoser, H.Spindler, M.Steinhauser, G.Kärcher, M-Hörner, F.-J. Jung, U.Köberle, H.Reinhardt sowie den späteren Vorstand H.Horlacher und unseren späteren Jugendleiter M.Knoll.

Im Jahre 1982 übernahm Maria-Luise Bloching die Geschicke der Jugend. Und Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass die einzelnen Jugendspieler in ihren Altersklassen spielen konnten. In den 70ern war es meist so, dass man z.B. eine B-Jugend meldete und diese mit Spielern teilweise bis zum D-Jugend Alter auffüllen musste. Als einer der ersten Vereine der Region trat Fronhofen den Weg an mit anderen Vereinen Spielgemeinschaften zu bilden. Erster Ansprechpartner war der SV Blitzenreute mit denen man von Mitte der 80er über ein Jahrzehnt durchgehend kooperierte. Ein wichtiger Zeitraum der Geschichte unseres Vereins war das erstmalige Zusammentreffen unserer Jugendleiterin „Aja Bloching“ mit dem 1986 als A-Jugendtrainer des SV Blitzenreute in Erscheinung getretenen Reinhold Kühny. In den folgenden Jahren intensivierten sie ihre Kontakte und schließlich gelang es „Aja“ im Jahre 1990 Reinhold Kühny als B-Jugend-Trainer für den SV Fronhofen zu gewinnen. Das Jahr 1989 bildet auch für den SV Fronhofen ein historisches Ereignis. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte konnte der SVF eine F-Jugend zum Spielbetrieb melden. Die ersten F-Jugendtrainern des SV Fronhofen hießen Bernhard Möhrle und Hubert Kühny.

Mitunter ausgelöst vom WM-Titel 1990 boomte der Fussball in Fronhofen. Die Mannschaftszahlen der Fussballjugend knallten in die Höhe, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte konnte man alle Altersklassen besetzen. Nicht nur das, auch sportlich bewegte man sich auf neuem Terrain. Zur Saison 1993/1994 meldete der SV Fronhofen zum ersten und einzigen Mal 3 F-Jugend Mannschaften zum Spielbetrieb, die damaligen Trainer waren Reinhold Kühny, Daniel Aust und Doris Michelberger. Im Sommer 1994 übernahm Reinhold Kühny das Amt von Maria-Luise Bloching als Jugendleiter. Die Jahre darauf konnte der SV Fronhofen kontinuierlich die Anzahl der Jugendmannschaften halten und konnte teilweise auch ohne Spielgemeinschaften alle Altersklassen besetzen. In den 90ern mit der neuerlichen Gründung der Frauenfussballmannschaft wurde auch ein Boom im Mädchenfussball ausgelöst. Anfangs gab es eine weibliche B-Jugend (1992/1993) Trainerin Maria-Luise Bloching. Nach ihr übernahm ihr Sohn Thomas dieses Amt. In der darauf folgenden Saison gesellte sich noch eine weibliche C-Jugend hinzu, Trainer Reinhold Kühny. Innerhalb kurzer Zeit stellten sich beim weiblichen SVF Nachwuchs auch sportliche Erfolge ein. Ende der 90er war der SV Fronhofen im weiblichen Bereich das sportliche Aushängeschild des Bezirks Bodensee. 4 Meisterschaften in Folge (1996 Mädchen B, 1997 bis 1999 Mädchen C), 2x Hallenbezirksmeister und 2x Teilnehmer der WfV-Hallenfinalrunde, (1998 und 1999), 1x WfV-Pokal Viertelfinale (1997), 2x WfV-Pokal Halbfinale (1998 und 2000) sowie 1x WfV-Pokalfinale (2001) Trainer jeweils Reinhold Kühny!

Angestachelt von den weiblichen Erfolgen gelangen auch unserer männlichen Jugend einige herausragende Leistungen. In der Saison 1999/2000 schaffte unsere A-Jugend in der Spielgemeinschaft mit Horgenzell den Aufstieg in die Bezirksstaffel (höchste Staffel im Bezirk) und hielt sich dort 4 Jahre. Zu dem schaffte man 2007/2008 (Trainer Jürgen Möhrle, Herbert Bauhofer) und 2009/2010 (Trainer Reinhold Kühny) mit der B-Jugend den Sprung in die Leistungsstaffel. In der Saison 2010/2011 holte sich unsere C-Jugend den Meistertitel in der Leistungsstaffel und stieg in die Bezirksstaffel auf. Außerdem erreichte man in diesem Jahr erstmalig das Endspiel um den Manfred-Gmeinder-Bezirkspokal, Trainer Gerhard Schmitz. Die D-Jugend errang in der Saison 2009/2010 mit den Trainern Hannes Full, Marius Deutelmoser und Philipp Heinz den Titel in der Kreisstaffel. Bereits im Jahr zuvor konnte Dominik Deutelmoser ebenfalls den Kreismeistertitel holen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen kleinen Einblick auf die Geschehnisse unseres Vereins, speziell unserer Vereinsjugend geben und wünschen, dass ihr Eltern eure Mädchen und Jungen auch weiterhin so tatkräftig unterstützt und Sie dem „Freizeitangebot-Fussball“ nachgehen können.  Wir werden uns stets Bemühen, den Sport und die Kameradschaft in unserem Verein zu fördern, damit die Jugendlichen ein Teil ihrer Freizeit sinnvoll und mit Freude verbringen können.

 

Jugend Ausflüge und Veranstaltungen

Wir sehen unseren Verein nicht nur als Anlaufstation um sich sportlich zu bewegen bzw. sportlich erfolgreich zu sein, sondern auch als Förderer der gesellschaftlichen Entwicklung der einzelnen Kinder- und Jugendlichen. Aus diesem Grund veranstalten wir u.a. gelegentliche Ausflüge bzw. Ausfahrten und andere Veranstaltungen. Ein kleiner Auszug von den selbigen.

Einen der ersten Auslandsausflüge machte unsere A-Jugend mit Ihrem Trainer Reinhold Kühny im Sommer 1987. Die Reise ging nach Italien an den Gardasee. In dem malerischen Städtchen Bardolino gefiel es allen beteiligten so gut, dass der gesamte Tross an Ostern des darauffolgenden Jahres den Weg wieder nach Bardolino fand. 1989 reiste unsere damalige C-Jugend zu einem Hüttenwochenende nach Wilflingen. Beim dortigen top besetzten Turnier erzielten unsere Jungs einige beachtliche Ergebnisse. Ein Glücksfall für die SVF-Jugend Anfang der 90er war die Tatsache, dass unser Jugendtrainer und später Jugendleiter Reinhold Kühny, 1990 zur Bundeswehr nach Stetten a.k.M. musste bzw. durfte. Aus diesem Wehrpflichteinsatz entwickelte sich für Reinhold Kühny und somit auch für unseren SVF eine Freundschaft zu dem dort in der Region ansässigen Verein SV Irndorf. Im dortigen Wanderheim verbrachte unsere B-Jugend 1991 ein Wochenende. Die Kontakte intensivierten sich und so nahm ebenfalls unsere B-Jugend im Spätsommer 1991 am Gerümpelturnier in Stetten a.k.M. teil. Dass die Wortwahl im Zollern-Alb gebiet etwas anders ist als im beschaulichen Oberschwaben zeigt die Tatsache, dass die Menschen dort nicht Gerümpelturnier sagen sondern Laienturnier. Das dieses Intermezzo nach Irndorf keine Eintagsfliege war zeigt die Tatsache das im Sommer 1992 erneut unsere B-Jugend das dortige Wanderheim buchten. Im Jahr 1993 verlängerte unsere A-Jugend das Wochenende um einige Tage und absolvierte somit ein richtiges Trainingslager in Irndorf. Das Highlight dieses Trainingslager war die Wanderung zur hiesigen Burg Wildenstein. Vermeintliche Abkürzungen auf den Weg dorthin entpuppten sich als eine Fehleinschätzung, doch bevor das Tageslicht ausging erreichte die komplette SVF-Delegation sicher wieder das Irndorfer Wanderheim. Am darauf folgenden Tag stand allerdings Regeneration auf dem Programm. Den bis dato letzten Aufenthalt in Irndorf machten unsere C-Mädels 1994. Um diesen schönen Ort zu erkunden veranstalteten unsere Mädels kurzerhand eine Schnitzeljagd, welche die Einwohner des beschaulichen Ortes bis dato nicht kannten.

Aus dieser Zeit in Irndorf ist auch eine gewisse Faszination zum Eishockey Sport entstanden. Viele Freunde die wir in Irndorf gefunden haben gingen regelmäßig nach Villingen-Schwenningen zum Eishockey. Die dort ansässige Mannschaft, die Schwenninger Wild Wings, spielten zu dieser Zeit in der höchsten deutschen Liga, der DEL. Und so organisierte unser Reinhold Kühny regelmäßige Ausfahrten nach Schwenningen. Im dortigen Fan-Block lernte unsere B- und A-Jugend aber auch unsere Mädels die Sportart Eishockey kennen.

Ein weites Highlight unserer Jugendausflüge war 1994 die Reise an den ungarischen Plattensee. Nach dem unsere Damenmannschaft in den Jahren zuvor bereits erfolgreich ihren Ausflug dort abgehalten hat, reiste unsere A-Jugend im Sommer 94 dank der Organisation von Roland Bauhofer an den 800 km entfernten „Balaton“. 1995 konnte Reinhold Kühny seine glänzende Kontakte in Bardolino (Gardasee, Italien) nutzen und ein preisgünstiges Hotel buchen, sodass unsere Mädchen B Mannschaft den Sommer in Italien verbringen konnten. Einen unvergesslichen Tag verbrachte die Mannschaft im dortigen Gardaland, dies ist ein Freizeitpark den wir bis dato in Deutschland nicht kannten.

1996 machte sich unsere C-Jugend mit ihren Trainer Bernhard Möhrle auf, zu einen Campingwochenende auf den Campingplatz Iriswiese in Kressbronn. Von 1998 bis 2000 reiste unsere jeweilige Mädchen B Mannschaft nach Langenbeutingen. Den Kontakt zu diesem Verein, der in der Nähe von Heilbronn liegt, kam durch die sportlichen Erfolge der letzten Jahre im Mädchen Bereich zu Stande. Bei diesem Saisonabschlussturnier mit den besten Mannschaften Württembergs waren wir steht´s gern gesehene Gäste über das gesamte Wochenende hinweg.

Dass die Faszination Eishockey nicht nur auf die Männer abfärbt zeigt die Tatsache, dass die Jugendspieler Stefan und Susi Fellner sehr schnell professionell den Puck hinterher Jagten. Und so kamen auch die regelmäßigen Ausfahrten nach Kornwestheim / Stuttgart zustande. Beim dortigen deutschen Meister spielte unsere Jugendspielerin Susi Fellner und so war es für ihre Mannschaft (Mädchen C, später Mädchen B) mit Ihren Trainer Reinhold Kühny eine Selbstverständlichkeit ihre Kameradin während ihrer dortigen Zeit von 1999 bis 2002 tatkräftig zu Unterstützen.

In den folgenden Jahren konzentrierten wir unsere Ausflüge auf eine ziemlich privilegierte Aufgabe. Seit 2002 ist unsere Jugend mehrmals jährlich als Balljungen beim VfB Stuttgart in der Fussball Bundesliga tätig. Dieses Engagement kam durch unseren damaligen Jugendsprecher Jürgen Möhrle zustande. Ein absoluter Höhepunkt für die Balljungen war das Champions League Spiel des VfB Stuttgart gegen die Glasgow Rangers am 27.11.2003 im damaligen Gottlieb-Daimler Stadion. Der VfB gewann mit 1:0 und zog dadurch ins Champions-League 1/8-Finale ein und wir waren mittendrin statt nur dabei. Mittlerweile sind es 32 Balljungeneinsätze (Stand 2013). Praktisch die gesamte Bundesliga-Elite nahm die Bälle von uns entgegen.

Im Jahr 2009 reiste wieder eine Mannschaft an den Gardasee nach Bardolino. Unsere B-Jugend mit den Trainern Reinhold Kühny und Jürgen Möhrle verbrachte auf den dortigen Campingplatz 4 tolle Tage. Eine Schrecksekunde musste die Delegation auf der Heimreise hinnehmen. Nach einem Tankstopp an der Brennertankstelle ca. 500 km von Zuhause entfernt ging urplötzlich nur noch der 1. Und der 5. Gang des Autos. Mit Glück und Geschick konnten wir trotzdem bis kurz vor den Pfändertunnel weiter fahren und nach einer kurzen Reparatur am Auto kamen wir nach einer ca. 10 Stündigen Odyssee Müde zuhause an.

Ein besonderer Tag in der SVF-Geschichte war der 02.07.13. An diesem Tag fand im Fronhofener Häldelestadion das Freundschaftsspiel der 2 Profimannschaften vom VfB Stuttgart II und Cashpoint SCR Altach statt. Dieses Spiel wurde von unseren Vorstand Jürgen Möhrle eingefädelt, der Beruflich für den VfB Stuttgart tätig ist. Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte sich der SVF als perfekte Gastgeber. Das Spiel gewann der kleine VfB mit 2:0 Toren. Speziell für die vielen anwesenden Kinder und Jugendlichen war dieses Spiel etwas ganz besonderes, schließlich konnten Sie nach Spielschluss zahlreiche Autogramme ergattern.

 

Freizeitsport

Wesentliches Merkmal des organisierten Sports ist der Wettbewerb, der auch ein Spiegel unseres Wirtschaft-Systems ist. Der Drang, besser zu sein als der Andere, beflügelt immer wieder zu höheren Leistungen. Nun gibt es aber auch Gruppen, die Sport aus Freude an der Bewegung oder aus Gesundheitsgründen betreiben wollen, ohne dem Druck der Stoppuhr oder der Messlatte zu unterliegen. Die Trimm- und Joggingwelle ist der Ausdruck dieses Bedürfnisses. Auch unser Verein hat sich dieser Bevölkerungsgruppe angenommen. Anfangs wurde in 5 Freizeitsportgruppen angeboten sich sportlich zu betätigen.

Anfangs warten dies zwei Jugendspielgruppen unter der Leitung von Herrn Reinhard Bauer, Lehrer an der hiesigen Hauptschule, eine Spielgruppe für Frauen, eine Abteilung Mutter- und Kindturnen und eine Spielgruppe für Männer. Etwa 80 Interessenten nutzen im Jahre 1980 das Angebot des Vereins. Es ist aber immer noch Platz für weitere Sportinteressierte, sowohl in den bestehenden Gruppen, als auch in neuen Sportarten.

So wurde am 22.04.1985 im Gasthaus Burg, im Volksmund „Becka“ genannt, offiziell die Abteilung Freizeit gegründet. Als erste offizielle Abteilungsleiterin fungierte Frau Schmidl. Für alle beteiligten war dies ein unvergesslicher Abend, der beinahe mit einem kleinen Fiasko endete. Während Frau Schmidl das neue Angebot vorstellte, bröckelte ein Teil der Kassettendecke auf die Anwesenden herab, zum Glück gab es keine Verletzten und so hatte die junge Abteilung ihre erste Feuertaufe mit Bravour überstanden.

Schon bald fanden sich etliche Interessenten an einem Sportangebot für Senioren, das zu dieser Zeit in unserer Region einmalig war. Die erste Übungsstunde fand am 07.05.1985 unter dem Motto „Gymnastik, Spiel und Sport für Ältere“ statt. Die Nachfrage nach diesem Angebot war so groß, das schon nach den großen Ferien eine zweite Gruppe ins Leben gerufen wurde. Die Abteilung etablierte sich schnell im Vereinsleben und in die Gesellschaft des Ortes. 1988 übernahm Benedikt Thoma die Abteilungsführung und baute das Angebot weiter aus.

Der Boom im Freizeitsport in Fronhofen ist an 2 Komponenten gekoppelt. Zu einem mit dem Bau der neuen Turnhalle. Im Jahr 1992 wurde von Seiten der Gemeinde die erforderliche Infrastruktur geschaffen und zum anderen mit der Person Agnes Sieber. Sie übernahm 1992 die Abteilungsführung von Benedikt Thoma und baute, auch dank der neuen Halle, das Angebot mehr und mehr aus.

Die Freizeitabteilung ist inzwischen zur Mitgliederstärksten Abteilung des Vereins angewachsen. Das Angebot wurde und wird ständig erweitert und bietet traditionelle und auch topaktuelle Angebote für Jung und Alt.

Neben dem Angebot für die Senioren hat sich vor allem das Mutter- und Kindturnen und auch die Rücken- und Haltungsschulung zu den „Highlights“ der Abteilung entwickelt.

 

Abteilung Tennis

Tennis entwickelte sich in den 70-zigern immer mehr zum Volkssport.
Etwas neidisch schielte man in die Nachbargemeinde Blitzenreute , die bereits 1979 eine Tennisabteilung gegründet und eine Tennisanlage erstellt hatte.
1981 war es dann auch in Fronhofen soweit.
Es wurde eine Tennisabteilung gegründet und die erste Vorstandschaft sogleich damit betraut, schnellst möglichst nachzuziehen, und auch in Fronhofen das Tennisspiel zu ermöglichen.
Gründungsmitglieder:

  • 1. Vorsitzender:    Jürgen Wachter  

  • Kassenwart:          Alfred Rist

  • Schriftführerin:     Barbara Kühny

  • Sportwart :           Olaf Kammerer

  • Platzwart:              Konrad Müller

    Im Sommer 1982 bereits wurden dann zügig unter der fachmännischen Leitung von Konrad Müller mit dem Bau einer Tennisanlage (2 Tennisplätze) begonnen.
    Bereits 1982 wurde dann auch in Fronhofen endlich auf einer eigenen Anlage Tennis gespielt.

    Die Tennisabteilung, die inzwischen von Harald Widmann geführt wurde, wagte den Schritt in die Verbandsrunde erstmalig 1989 mit einer Herrenmannschaft. Man begann in der Kreisklasse 3 und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die Kreisklasse 2. 1991 bereits wurde eine zweite Herrenmannschaft Zusammengestellt, während der 1. Mannschaft erneut der Aufstieg diesmal in die Kreisklasse 1 gelingt.

    Zwischenzeitlich zählte die Tennisabteilung bereits knapp 70 aktive Mitglieder und neben dem reinen Freizeittennis entwickelte sich eine tenniseigene Kultur der Geselligkeit, die bis dahin allerdings nur unter freiem Himmel mehr oder weniger improvisiert gepflegt werden konnte.

    So entschloss man sich 1992 erstmals, die Mitgliederbeiträge anzuheben um den Bau einer kleinen Tennishütte finanzieren zu können. Die Mitgliederzahlen schnellten in die Höhe, so dass zeitweilig ein Mitgliederaufnahmestopp verfügt wurde. Schon die Saison 1992 zeigte, dass die neue kleine Hütte mit Teeküche die geselligen Aktivitäten noch ganz wesentlich verstärkte. Tennis lag im Trend. Harald Widmann übergab 1994 das Ruder an Jürgen Full, der auch weiterhin auf eine bewährte Vorstandsmannschaft bauen konnte (Alfred Rist - Kassenwart, Norbert Staudacher - Schriftführer, Anton Heiserer - Sportwart, Bernd Röhl - Jugendwart).

    Die Mitgliederzahlen gingen weiter nach oben. 1996 zählte die Abteilung bereits 140 Mitglieder. Die 1992 gebaute Tennishütte und auch die Zweiplatz-Anlage konnten die vielen sportlichen und geselligen Aktivitäten kaum mehr bewältigen.
    Die beiden Tennisplätze wurden aufgrund der intensiven Nutzung immer sanierungsbedürftiger. Die Belastung für die Anwohner wurde ebenfalls nicht geringer. Diese Situation führte bereits 1994 in der Abteilungsführung zu Überlegungen, mittelfristig nach einem größeren und geeigneteren Gelände für bis zu 4 Tennisplätzen und einem "Vereinsheim" zu suchen und die Tennisanlage komplett zu verlegen. Zunächst aber wurden die beiden alten Plätze noch einmal generalsaniert. Nach einer 3-jährigen Planungs- und Vorbereitungsphase konnte Abteilungsleiter Jürgen Full 1996 endlich die ersten konkreten, baulichen Schritte einleiten.

    Oberhalb der Sportplätze konnte bestens geeignetes Gelände gefunden werden. 1997 wurde der erste Planungsschritt realisiert. Zunächst wurde das Gelände komplett (für 4 Plätze) erschlossen und vorbereitet. Anschließend wurde unverzüglich zunächst ein neuer Platz gebaut.

    Die Abteilung schaffte es, innerhalb von nur 7 Wochen aus einen Stück Land eine 6500 m2 große Fläche zu erschließen (weit mehr als 2000 m³ Boden mussten dazu abgetragen und abtransportiert werden) und den ersten von 3 geplanten neuen Tennisplätze zu bauen.

    Da erst im zweiten Bauabschnitt auf dem neuen Gelände auch das neue Vereinsheim erstellt werden soll, musste sich die 1999 bereits auf 160 Mitglieder angewachsene Abteilung weiterhin mit der bestehenden Tennishütte begnügen. Man entschloss sich daher, kurzfristig die Tennishütte mit einem Vorbau zu erweitern, um den großen Andrang bei vereinsinternen Turnieren und Festen weiteren Raum zu geben. Der Traum von der kompletten neuen Tennisanlage wurde 2003 wieder aufgenommen und konkretisiert. Abteilungsleiter Jürgen Füll erarbeitete mit seiner Abteilungsführung den Plan für ein Vereinsheim mit 2 Umkleideräumen. Im Sommer 2004 wurde in einer feierlichen Eröffnungsfeier die neue Tennisanlage ihren Zweck übergeben. Den neben dem Bau des Tennisheims, das übrigens komplett in Eigenleistung erbaut wurde, entstanden auch 2 neue Tennisplätze. Die „alten“ Tennisplätze wurden in den folgenden Jahren zurückgebaut und zum Lärmschutz für die Anwohner unseres Sportgeländes wurde im Jahr 2010 ein Erdwall auf den ehemaligen Tennisplatz errichtet.

     

    Abteilung Tischtennis

    1982 war das Geburtsjahr einer heute auf große Erfolge zurückblickende Tischtennisabteilung. Unter der Leitung von Georg Putschler begann man in einer kleinen Gruppe einmal wöchentlich Tischtennis zu spielen. Schnell wuchs auch das Interesse an diesem Freizeitangebot.
    Man begann nun weitere Gruppen auch für Kinder und Jugendliche anzubieten. Wie auch in der Tennisabteilung beschränkte man sich zunächst auf das Hobbyspiel und auf interne Meisterschaften. Mit wachsenden Mitgliederzahlen wurde in beiden Abteilungen auch der Wunsch nach dem sportlichen Vergleich mit anderen Vereinen immer unüberhörbarer.

    Durch den Tod seines Sohnes Alfred hatte Georg Putschler unterdessen seine Tätigkeit für die Tischtennisgruppe unterbrochen. 1989 nahm er neuerlich seine Tätigkeit als Übungsleiter für die Tischtennisgruppen auf und begann nun seinerseits zielstrebig auf Teilnahme an der offiziellen Verbandsrunde hinzuarbeiten. 1991 erfolgte dann der Beitritt in den Tischtennisverband Württemberg Hohenzollern und schon im September wurde eine 1. Herrenmannschaft und eine Schülermannschaft in den Kreisklassen der Verbandsrunden platziert.
    Am Ende dieser ersten Verbandsrunde fand sich die erste Mannschaft in der Kreisklasse C auf dem 4. Platz wieder, und die Schülermannschaft erreichte den 5. Platz in der Kreisklasse.

    Georg Putschler übergab nach nun beinah 10jähriger Tätigkeit in der Tischtennisabteilung 1992 die Verantwortung an Bernd Röhl, der damit sowohl im Tennis, als auch im Tischtennis leitende Funktionen ausübte. Schon 1994 gelang den neuformierten Tischtennis-Herren der Aufstieg in die Kreisklasse B.
    Die Jugendmannschaft schlitterte nur knapp als 2. der Kreisklasse am Aufstieg vorbei. 1994 zog sich Bernd Röhl aus der Vorstandsarbeit der Tennisabteilung zurück, um fortan mit ganzer Kraft das Tischtennis in Fronhofen voran zu bringen. Seine Bemühungen zeigten schon bald Früchte. Fronhofen wurde mehr und mehr zum Geheimtipp in den Verbandsrunden was die Stimmung während der Rundenspiele und die Zuschauerzahlen in der Region betraf.
    Bernd Röhl forcierte die Jugendarbeit und mobilisierte Sponsoren sowie Fans mit seinen guten Ideen. 1996, es war erst die 5. Verbandsrunde für Fronhofener Mannschaften, traten bereits 4 Mannschaften (2 Herren- 1 Jugend- eine Schülermannschaft) an während die Schar der Fan's im gleichen Maße stieg, wie die Attraktivität des Fronhofener Tischtennis.

     

    Vereinsleben – Vereinsheim

    Zum Vereinsheim gehört nicht nur das aktive Tun, bei uns die sportliche Betätigung, sondern auch die Geselligkeit. Hierfür bieten sich selbstverständlich die Gaststätten an. So hat auch jeder Verein sein Vereinslokal.

    Wir als Sportverein haben viele jugendliche Mitglieder. Diese pflegen ihre Gefühle nicht immer in zurückhaltender Lautstärke auszudrücken. Dies ist eigentlich nicht unsympathisch, nur fühlen sich die Gäste in einem öffentlichen Lokal dadurch manchmal belästigt. Was liegt näher, als sich ein Heim zu errichten, wo man mehr unter sich sein kann, ohne sich von der Bevölkerung abzuschließen. So dachte auch unser Vorstand, als er 1973 an die Planung eines Vereinsheimes ging. Ein zweites Motiv kam noch hinzu: Die Umkleide- und Waschmöglichkeiten. So einfach wie in den Gründungsjahren konnte man es sich nicht mehr machen. Damals kamen die Fussballspieler ihrem Renigungsbedürfnis am Dorfbrunnen nach, wo man sich manchmal den Platz mit den Weidekühen teilen musste. Das Umkleiden vollzog sich in einem Nebenraum der Gaststätte. Zwar hatte die Gemeindeverwaltung nach Erstellung der Turnhalle die dortigen Dusch- und Umkleideräume zur Verfügung gestellt. Dies konnte aber kein Dauerzustand sein, da Konflikte mit dem Schulbetrieb nicht zu vermeiden waren. Nach 9 monatiger Bauzeit konnte das neue Heim eingeweiht werden. Damals verschwendete noch niemand einen Gedanken daran, nach weiteren 4 Jahren ein neues Heim zu bauen. Dies wurde erforderlich, weil die Sportplätze ins neue Baugebiet „Meretsreute“ verlegt werden mussten. Die Größe dieses neuen Vorhabens war nicht unumstritten. In einer Kampfabstimmung mit 4:3 im erweiterten Vorstand setzte der Vorsitzende Josef Bauhofer seine Vorstellungen, die sich inzwischen als richtig erwiesen haben, durch. In einer gelungenen Eröffnungsfeier konnte nach einjähriger Bauzeit das von Dipl.Ing. Schmidl konzipierte Objekt mit Gaststätte, Kegelbahn, Jugendraum, Lagerräume, erweiterte Sanitär- und Umkleideräume sowie Pächterwohnung eingeweiht werden. Dieses Heim konnte inzwischen zur Bereicherung des dörflichen Lebens beitragen.

    Doch auch an diesem Heim geht die Zeit nicht spurlos vorüber. Im Jahre 1998 wurden die in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen grundlegend saniert. Ebenfalls musste die Kegelbahn erneuert werden.

    Spätestens nach der WM 2006 in Deutschland nahm der Fussball-Boom neue Dimensionen an. Speziell der Mädchen- und Frauenfussball wuchs und wuchs und so ist die Situation mit 2 Umkleideräumen fast nicht mehr tragbar. Des Weiteren merkt man auch dem Haus die Zeit an. Die Dämmung des Gebäudes ist nicht mehr Zeitgemäß und auch die Optik der Gaststätte und der Außenanlage muss überarbeitet werden. So entwickelte die damalige Vorstandschaft unter den Vorsitzenden Winfried Abt mehrere Konzepte für die Umgestaltung bzw. Erweiterung unserer Sportanlage. Hierbei kam die Vorstandschaft auf 2 machbare Varianten. In einer extra dafür einberufenen Mitgliederversammlung im Januar 2011 wurden diese 2 Varianten den Mitgliedern vorgestellt. Die Variante „1“ war der Abriss der Kegelbahn und den Bau von 2 neuen Umkleidekabinen in diesem Bereich. Die Variante „2“ war ein kleiner Anbau im Bereich des Ballraums/Schuhwaschplatz. Bei einer Abstimmung entschieden sich ¾ der Mitglieder für die Variante „2“. Diese Variante wurde in viel Eigenleistung umgesetzt und im Sommer 2012 konnte die „neue“ Sportanlage feierlich mit einem Freundschaftsspiel gegen den SV Blitzenreute eingeweiht werden. Erfreulicherweise konnte dieses Derby mit 9:2 gewonnen werden. Neben dem Bau von 2 neuen Umkleidekabinen wurde die komplette Fassade gedämmt, das Dach saniert, die best. Kabinen saniert und die Außenanlage umgestaltet. Speziell für die Gäste der Gaststätte bietet die neue überdachte Sonnenterrasse beste Möglichkeiten für gesellige Stunden. Die Baukosten von über 250.000,- € konnte durch einen Zuschuss der Gemeinde Fronreute, durch Zuschuss des WLSB und vor allem durch viel Eigenleistung deutlich gesenkt werden. Dass die Umbauarbeiten, die von unserem Abteilungsleiter Christian Hörner geplant wurden, ein voller Erfolg war zeigt die Tatsache, dass sämtliche Mannschaften die in Fronhofen zu Gast sind uns für diese Leistung gratulieren. In den Jahren 2013 bis 2016 wurde die Außenanlage, speziell die Abfahrt zum Trainingsplatz neu angelegt. Die Fassade der Kegelbahn wurde in „Schuss“ gebracht und am Rande des Sportplatzes wurde für unseren Stadionsprecher Reinhold Kühny eine Sprecherhütte  aufgestellt. Im Februar 2017 entschied die Vorstandschaft den Bau einer Zuschauerüberdachung inkl. neuer Sitzmöglichkeiten für 158 Personen. Die Finanzierung dieses Bauvorhaben erfolgte ausschließlich durch Spenden und sonstigen Erlösen wie Vorbereitungsspiele des VfB Stuttgart II und des FC Bayern München II in Fronhofen. Darüber hinaus konnte jeder der möchte für den symbolischen Beitrag von 19,55 € seinen Namen auf einer der Sitzplätze verewigen.

     

    Zusammenarbeit Verein – Gemeinde

    Die Förderung der Vereine gehört zu den vielen Aufgaben einer Gemeindeverwaltung. Die beschränkten finanziellen Mittel können hier natürlich nur dosiert eingesetzt werden und als Anreiz zur Eigeninitiative dienen. Unser Verein kam seit seiner Gründung in den Genuss dieser Politik. Aus Gemeindemitteln wurde die Pacht für die Sportplätze bezahlt. Als ein gemeindeeigener Sportplatz angelegt wurde und eine Turnhalle gebaut wurde, konnten wir diese Anlagen mitbenutzen. Beim Bau unseres ersten Vereinsheimes erhielten wir ein Erbbaurecht von der Gemeinde und einen Zuschuss zum Einbau der Duschanlage. Als der Sportplatz durch unsere 6 Mannschaften überlastet war, entschloss sich Gemeinde- und Ortschaftsverwaltung zu einem Kraftakt und legte im neuen Baugebiet Meretsreute zwei neue Plätze an. Dadurch kamen wir auch in den Zwang zum Bau eines neuen Vereinsheimes, wofür uns die Gemeinde wiederum den Platz zur Verfügung stellte. Der Neubau war jedoch erst finanziell kalkulierbar, als die Gemeinde unser altes Heim gegen entsprechendes Entgelt für den Bedarf der Schule übernahm.

    Mit der nun fertigen Sportanlage hatte der Verein gute Voraussetzungen für seine Arbeit. Kooperatives Zusammenwirken zwischen Verein, der die angebotenen Hilfen wirkungsvoll umgesetzt hat, und der Gemeinde- und Ortschaftsverwaltung sowie Gemeinde- und Ortschaftsrat, hat hier reiche Früchte getragen.

    Schnell merkte man im Ort, dass die örtliche Turnhalle für den Schulsport, aber auch für den Vereinssport viel zu klein war. Dieses Problem nahm sich Anfang der 90er auch der Gemeinderat zur Brust und entschloss sich zu einem erneuten Kraftakt, den Bau einer neuen Turnhalle im Jahr 1992. Mit der Fertigstellung dieser Halle bot sich für unseren Verein, speziell für die Abteilung Freizeitsport eine noch nie dagewesenen Möglichkeiten und so wuchs, auch dank der neuen Infrastruktur, unter der Leitung von Agnes Sieber die Abteilung Freizeitsport zur Mitgliederstärksten Abteilung unseres Vereins.

    Doch die Aufgaben für unsere Gemeinde wurden mit der Fertigstellung der Turnhalle nicht weniger. Auf den beiden Sportplätzen in Meretsreute merkte man die Belastungen der letzten Jahre mehr und mehr an. Teilweise waren die Plätze so uneben dass die Sportler eine erhöhte Gefahr an Verletzungen ausgesetzt waren. So entschied der Ortschafts- und Gemeinderat im Frühjahr 1994 die beiden Rasenplätze grundlegend zu sanieren. Die Folge daraus war, dass wir die Saison 1994/1995 mit 5 Auswärtsspielen beginnen mussten und der komplette Trainingsbetrieb über mehrere Wochen nach Staig verlegt werden musste.

    Diese umfassende Sanierung zeigte unterschiedliche Wirkung. Während auf dem Hauptspielfeld die nächsten 15 Jahre keine größeren Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden mussten, machte der Trainingsplatz auch in den folgenden Jahren Probleme. Dies lag daran, dass auf diesem Platz eine schlechte Drainage vorhanden war und die Humusschicht viel zu gering war. 2002 wurde das Problem mit der Drainage angegangen. In einer aufwendigen Prozedur wurden neue Drainageleitungen eingebaut, da in den letzten Jahren, selbst bei kleineren Regenschauern, der Platz unter Wasser stand. Das 2. Problem, die viel zu geringe Humusschicht, wurde 2010 in Angriff genommen. Hierbei wurde für 160.000,- € eine komplett neue Rasentragschicht aufgebaut und eine automatische Beregnungsanlage eingebaut. Nach Abschluss dieser Arbeiten wurde der Platz komplett neu eingesät, was für unseren Trainingsbetrieb einen extrem hohen organisatorischen Aufwand darstellte, da dieser Platz für 1 Jahr komplett gesperrt wurde. Somit mussten wir auf den Schulsportplatz, bzw. auf die Plätze bei unseren Nachbarvereinen aus Ebenweiler, Fleischwangen, Horgenzell und Blöenried ausgewichen werden.

    Auch bei der neuerlichen Sanierung unseres Vereinsheims, wie erwähnt wurden 2 neue Umkleideräume geschaffen und das Haus energetisch komplett auf den neusten Stand gebracht, bekamen wir von der Gemeinde eine große Unterstützung. 10% der Kosten bekamen wir von der Gemeinde als Zuschuss, welches dem Verein bei der Finanzierung gut zu Gesicht stand.

     

    Pfingstfest

    In den 70er Jahren reisten wir immer nach Oberteuringen zum Pfingstfest, ehe sich der damalige 1.Vorsitender, Josef Bauhofer, mit seiner Vorstandscrew entschlossen hat selber ein Pfingstfest zu Veranstalten. Dieses Fest diente früher wie heute 2 Aspekte. Zum einen hat sich dieses Fest zu einer festen Einnahmegröße des Vereins entwickelt, zum anderen dient es dem gesellschaftlichen Zusammenleben im Verein und im ganzen Ort. Von Beginn an stand der Sport im Vordergrund und deshalb wurde dieses Fest auch mit einem Gerümpelturnier für Aktive-, Nicht-Aktive und für Damenmannschaften umrahmt. Teilweise haben an diesem Turnier über 70 Mannschaften teilgenommen. In den letzten Jahren hat sich die Teilnehmerzahl auf ca. 50 eingepegelt, in den Jahren 2011 und 2012 hatten wir sogar über 60 Mannschaften. Die Leitung dieses Turnier übernahm in den Anfangsjahren Karl-Josef Deutelmoser, Günter Deutelmoser, Uli Köberle und Bernhard Möhrle ehe seit 2000 Jürgen Möhrle die Geschicke des Turniers leitet.

    Auch das gesellschaftliche kommt an unserem Pfingstfest nicht zu kurz. Das Fest beginnt jährlich an Pfingstfreitag mit einem Disco-Abend ehe seit 2004 der Pfingstsamstag für den Fronhofener Dorf-Cup reserviert ist. Am Sonntag spielt seit Mitte der 90er die Cover-Band Jigger Skin, Seit 2012 die Band Crash da sich die Band Jigger Skin aufgelöst hat. Der Pfingstmontag beginnt steht´s mit einem Gottesdienst, bevor der Musikverein Fronhofen zum Frühschoppenkonzert aufspielt. Dass die Ausrichtung eines so großen Fest keine Selbstverständlichkeit ist, denn schließlich fallen pro Fest ca. 1800 Arbeitsstunden an, zeigt die Besonderheit unseres Vereins. Denn alle dieser 1800 Arbeitsstunden werden ehrenamtlich geleistet!!! Darauf können, darauf sind wir Stolz!!!

    Schussenpokal 2015

    Unter dem Motto „Fußballsommer in Fronhofen“ war der SV Fronhofen 2015 Ausrichter des traditionellen Schussenpokalturnier. Mit einem Rekordteilnehmerfeld von 21 Vereinen verteilt in 7 Gruppen á 3 Mannschaften wurde der Sieger des Turniers ermittelt. Nach 7 Turniertagen gewann der SV Haisterkirch im Finale gegen die U23 des FV Ravensburg zum 1. Mal den Schussenpokal. Auch abseits des grünen Rasens zeigte sich der SV Fronhofen von seiner besten Seite, hierzu wurde extra ein kleines Festzelt aufgestellt.

    Profimannschaften in Fronhofen

    Durch die Kontakte von Jürgen Möhrle sind seit 2013 regelmäßige Vorbereitungsspiele von Profiteams im Fronhofener Häldelestadion. Das 1. Spiel wurde 2013 ausgerichtet. Die Partie VfB Stuttgart II – SCRA Cashpoint Altach endete an einem Dienstag Abend vor über 800 Zuschauer mit 2:0 für den VfB. 2015 wurde im Vorfeld des Schussenpokal ein Blitzturnier ausgerichtet. Zu Gast war wiederum der VfB Stuttgart II. Zusätzlich zum VfB war der Regionalligist SC Freiburg II und der Oberligist FV Ravensburg zu Gast. Im Modus jeder gegen jeder, Spielzeit 2x30 Minuten behielt am Ende der VfB Stuttgart  II die Oberhand und gewann den Siegerpokal. Der gute Ruf des SV Fronhofen bei der Ausrichtung von Vorbereitungsspiele für Profimannschaften hat sich mittlerweile bis in die bayrische Landeshauptstadt München herumgesprochen. Im Sommer 2016 platzte das Häldelestadion schier aus allen Nähten, als sich die 2. Mannschaft des Rekordmeisters, der FC Bayern München, beim Spiel gegen den VfB Stuttgart II die ehre gab. Am Ende behielten die „kleinen Münchener“ mit 1:0 die Oberhand.

    Schlusswort und Auflistung der bisherigen Amtsträger

    Wir hoffen, dass wir Ihnen die Geschichte unseres Vereins ein wenig näher bringen konnten. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die an dieser Chronik ihren Anteil hatten, sei es in Wort oder in Bild. Nachstehend noch etwas für die Freunde der Statistik. Aus diesem Grund haben wir noch die bisherigen Amtsträger beim SV Fronhofen aufgelistet.

    1.Vorsitzender

  • Franz Jehle (1955/1957)
  • Josef Frey sen. (1958/1969)
  • Josef Bauhofer (1970/1981)
  • Hans Richard Horlacher (1982/1995)
  • Ulrich Dressel (1996/1999 + 2002/2010)
  • Harald Widmann (2000/2001)
  • Winfried Abt (2010/2011)
  • Jürgen Möhrle (seit 2012)

 

2.Vorsitzender

  • Hans Spindler (1968/1969)
  • Josef Frey sen. (1970/1979)
  • Josef Jehle (1980)
  • Karl-Josef Deutelmoser (1981)
  • Anton Möhrle (1982/1991)
  • Albert Metzler (1992/1993)
  • Ulrich Dressel (1994/1995)
  • Bernd Deutelmoser (1996/1999)
  • Klaus Schnetz (2000/2001)
  • Daniel Aust (2002/2007)
  • Joachim Müller (2008/2011)
  • Markus Pfau (2012/2015)
  • Florian Thoma (seit 2016)

 

Kassierer / Finanzvorstand

  • Josef Spindler (1965/1972)
  • Hans Ross (1973/1975)
  • Willi Hörner (1976/1978)
  • Berthold Deutelmoser (1979/1981)
  • Josef Möhrle (1982/1987)
  • Hubert Kiene (1988/2001)
  • Ralf Angerer (seit 2002)

 

Schriftführer

  • Otto Mayer (1955/2010)
  • Tanja Möhrle (Hörner) (2011/2013)
  • Elisabeth Bätz (2014/2015)
  • Jan Widmann (seit 2016)

 

Abteilungsleiter Fussball

  • Bis 1981 war der 1.Vorsitzender auch Abt.Leiter Fussball
  • Josef Bauhofer (1982/1983)
  • Karl-Josef Deutelmoser (1984/1986)
  • Anton Heiserer (1987)
  • Ulrich Dressel (1988/1989)
  • Roland Bauhofer (1990/1991)
  • Ulrich Köberle (1992/2005)
  • Christian Hörner (seit 2006)

 

Abteilungsleiter Freizeitsport

(bis 1985 inoffiziell)

  • Alfred Speckle (1968/1969)
  • Edit Schwabe (1970/1972)
  • Hilde Kirchner (1973/1981)
  • Waltraud Bentele (1982)
  • Alfons Maier (1983)
  • Marianne Schmidl (1984/1987)
  • Benedikt Thoma (1988/1991)
  • Agnes Sieber (seit 1992)

 

Abteilungsleiter Tennis

  • Jürgen Wachter (1982/1987)
  • Harald Widmann (1988/1993)
  • Jürgen Full (1994/2003)
  • Hubert Kiene (2004/2005)
  • Winfried Abt (2006/2007)
  • Bernd Müller (2008/2011)
  • Werner Pongratz (seit 2012)

 

Abteilungsleiter Tischtennis

  • Bis 1994 war die Abteilung in die Abteilung Freizeitsport integriert
  • Bernd Röhl (1994/1999)
  • Reinhard Benson (2000/2005)
  • Werner Unterbein (2006/2007)
  • Holger Metzler (2008/2011)
  • Martin Sorg (seit 2012)

 

Jugendleiter

  • Michael Hörner (1965/1968)
  • Gerd Fischer (1969)
  • Hans Spindler (1970/1971)
  • Franz Mayer (1972)
  • Martin Steinhauser (1973/1977)
  • Max Knoll (1978/1981)
  • Maria-Luise Bloching (1982/1994)
  • Reinhold Kühny (seit 1994)

 

Jugendsprecher

  • Andreas Bloching (1996/1999)
  • Jürgen Möhrle (2000/2007)
  • Peter Kemmer (2008/2009)
  • Fabian Deutelmoser (2010/2011)
  • Manuel Golle (2012/2013)
  • Max Köberle (seit 2014)

 

 

Ehrenmitglieder des SV Fronhofen

 

Otto Mayer

Josef Bauhofer

Franz Willmann

Hans Spindler

Baptist Deutelmoser

August Brechtel

 

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